Zum Inhalt springen
Kita-RaumRaum zum Leben. Raum zum Wachsen.
Startseite / Trennungsangst bei Kleinkindern: warum sie ein gutes Zeichen ist

Kita-Raum · Ideen & Wissen

Trennungsangst bei Kleinkindern: warum sie ein gutes Zeichen ist

Trennungsangst bei Kleinkindern: warum sie ein gutes Zeichen ist

Ein fröhliches Baby, das plötzlich weint, sobald Mama oder Papa den Raum verlässt – viele Eltern erschrecken sich, wenn diese Phase beginnt. Dabei ist Trennungsangst kein Rückschritt, sondern ein Zeichen, dass sich Ihr Kind emotional gesund entwickelt.

Wann Trennungsangst auftritt

Meist zeigt sie sich zwischen dem 8. und 18. Lebensmonat, oft besonders stark rund um den ersten Geburtstag. Manche Kinder reagieren nur leicht, andere klammern sich intensiv fest und weinen herzzerreißend, sobald die Bezugsperson auch nur kurz aus dem Blickfeld verschwindet.

Warum das ein gutes Zeichen ist

Um Trennungsangst zu empfinden, muss ein Kind erst verstehen, dass Mama oder Papa auch dann weiter existieren, wenn sie gerade nicht zu sehen sind. Diese Fähigkeit – Objektpermanenz genannt – ist ein wichtiger Entwicklungsschritt. Gleichzeitig zeigt die Angst, dass eine starke, sichere Bindung entstanden ist: Das Kind hat einen Menschen gefunden, an dem ihm wirklich etwas liegt.

Wie wir bei der Eingewöhnung damit umgehen

Bei uns in der Kita begegnet uns Trennungsangst vor allem in der Eingewöhnungszeit. Wir nehmen sie ernst, statt sie kleinzureden. Kurze, aber klare Abschiede helfen mehr als ein heimliches Verschwinden – auch wenn das im Moment schwerer fällt. Ein festes Abschiedsritual, ein Kuscheltier von zuhause oder ein kleines Foto der Familie können Trost spenden und Vertrauen aufbauen.

Was Eltern zuhause tun können

Geduld ist hier das wichtigste Werkzeug. Kurze Trennungen langsam steigern, immer verlässlich zurückkommen und dem Kind zeigen: Ich gehe, aber ich komme auch wieder. Mit der Zeit lernt jedes Kind, dass Abschied nicht Verlust bedeutet – und die Angst wird spürbar leichter.

Trennungsangst ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Liebe – und mit der Zeit wächst sich beides in gesundes Vertrauen hinein.

Eure Laura

Nach oben scrollen