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Warum Wettbewerb und Vergleich Kindern manchmal schwerfallen

Warum Wettbewerb und Vergleich Kindern manchmal schwerfallen

„Ich war aber schneller!“ – „Mein Bild ist schöner!“ Solche Sätze hören wir im Kindergarten häufig. Kinder vergleichen sich gern – mit anderen und mit sich selbst. Das ist ein normaler Teil des Aufwachsens, kann aber auch schnell zu Tränen oder Streit führen.

Warum Kinder vergleichen

Im Kindergartenalter entdecken Kinder immer mehr, was sie schon können. Gleichzeitig sehen sie, was andere Kinder können – und das eine mit dem anderen zu vergleichen, liegt nahe. Wer gewinnt, wer zuerst fertig ist, wer am höchsten springt: Solche Fragen beschäftigen Kinder ernsthaft, auch wenn sie für uns Erwachsene klein wirken.

Warum das manchmal schwerfällt

Kinder in diesem Alter können ihre eigenen Fähigkeiten noch nicht gut einschätzen. Ein Verlust im Spiel fühlt sich deshalb oft riesig an, fast wie ein Beweis, „nicht gut genug“ zu sein. Enttäuschung, Wut oder Tränen sind dann ganz normale Reaktionen – kein Zeichen von schlechtem Benehmen, sondern von echten, noch ungeübten Gefühlen.

Wie Sie gut begleiten können

  • Gefühle ernst nehmen: „Du bist traurig, weil du nicht gewonnen hast. Das verstehe ich.“ Trost geht vor Erklärung.
  • Den Fokus verschieben: Statt „Wer war schneller?“ lieber fragen: „Wie hat es dir gefallen?“
  • Anstrengung loben, nicht nur das Ergebnis: „Du hast das wirklich lange probiert!“ stärkt mehr als „Du bist der Beste.“
  • Selbst Vorbild sein: Sprechen Sie auch über Ihre eigenen kleinen Niederlagen, zum Beispiel beim Kochen oder Spielen.

Wie wir es in der Kita gestalten

Bei uns achten wir bewusst darauf, Spiele so zu gestalten, dass nicht immer nur eine Person „gewinnt“. Gemeinschaftsspiele, bei denen alle zusammen ein Ziel erreichen, helfen dabei genauso wie das offene Ansprechen von Gefühlen nach einem Wettspiel. So lernen Kinder Schritt für Schritt: Verlieren tut manchmal weh – aber es ist kein Weltuntergang, und man darf es einfach üben.

Vergleichen gehört zum Großwerden dazu. Mit Verständnis und ein bisschen Umlenken lernt Ihr Kind mit der Zeit, gelassener damit umzugehen.

Laura

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