Kita-Raum · Ideen & Wissen
Der Stern von Bethlehem: ein Morgenkreis mit Geschichte, Spiel und Basteln

Habt ihr schon einmal nachts in den Himmel geschaut und einen besonders hellen Stern entdeckt? Genau so einen Stern soll es heute im Morgenkreis geben: einen Stern, der so hell leuchtet, dass Menschen ihm von weit her folgen. Wir hören eine kurze Geschichte, suchen gemeinsam ein Licht im Dunkeln und basteln am Ende unseren eigenen glitzernden Stern.
Die Geschichte
Vor langer Zeit, in einer dunklen Nacht, schauten einige Männer in den Himmel. Sie beobachteten gern die Sterne, Nacht für Nacht. Und dann sahen sie ihn: einen Stern, heller als alle anderen. Er leuchtete so stark, dass er wie ein kleines Licht am Wegesrand wirkte.
„Dieser Stern ist besonders“, sagten die Männer zueinander. „Er zeigt uns einen Weg.“ Und so machten sie sich auf eine lange Reise, immer dem hellen Stern hinterher. Über Berge, durch Wüsten, Nacht für Nacht. Manchmal war der Weg anstrengend und sie waren müde. Aber immer, wenn sie nach oben schauten, war der Stern noch da und leuchtete weiter.
Am Ende führte der Stern sie zu einem kleinen Kind. Die Männer waren überglücklich, denn sie wussten: Der Weg hatte sich gelohnt. Manchmal braucht man nur ein kleines Licht, um einen langen Weg zu finden – und manchmal lohnt es sich, diesem Licht einfach zu vertrauen.
Das Bewegungsspiel
Sternenlicht-Suchspiel
Bei diesem Spiel wird der ganze Raum zu einem Nachthimmel, in dem ein Stern gesucht werden will.
- Vor dem Morgenkreis wird ein ausgeschnittener Papierstern (oder eine kleine Taschenlampe) irgendwo im Raum versteckt – gut sichtbar, aber nicht auf den ersten Blick.
- Alle Kinder stellen sich in die Mitte des Raumes und schließen kurz die Augen, während ruhige Musik läuft oder leise gezählt wird.
- Dann öffnen alle die Augen und suchen gemeinsam den „Stern“ – ganz ruhig, auf Zehenspitzen, wie in einer stillen Nacht.
- Wer den Stern entdeckt, zeigt leise mit dem Finger darauf, ohne laut zu rufen, damit auch die anderen Kinder noch selbst suchen können.
- Zum Abschluss gehen alle gemeinsam zum gefundenen Stern und stellen sich im Kreis darum.
Das Spiel dauert etwa 5–8 Minuten und kann mehrmals wiederholt werden, wenn der Stern an einer neuen Stelle versteckt wird.
Die Bastelarbeit
Glitzernder Stern aus Tonpapier
Material:
- Gelbes oder goldenes Tonpapier (eine Sternschablone zum Vorzeichnen oder bereits ausgeschnittene Sternformen)
- Klebstoff
- Glitzer oder kleine Pailletten
- Watteflocken oder Wollfäden (optional, für einen „Lichtschweif“)
- Ein Stück Garn oder Wollfaden zum Aufhängen
- Lochzange oder Locher
Schritt für Schritt:
- Jedes Kind bekommt einen ausgeschnittenen Stern aus Tonpapier (bei älteren Kindern kann die Form auch selbst nach Schablone ausgeschnitten werden).
- Mit Klebstoff werden kleine Punkte oder Linien auf den Stern aufgetragen.
- Darauf wird Glitzer oder werden Pailletten gestreut und leicht angedrückt.
- Wer möchte, klebt noch einen kleinen „Lichtschweif“ aus Watte oder Wollfäden an eine Spitze des Sterns.
- Am Ende wird oben ein kleines Loch gestanzt und ein Faden durchgezogen, damit der Stern aufgehängt werden kann – zum Beispiel am Fenster, wo er das Licht einfängt.
Der Abschluss
Zum Abschluss können alle Kinder ihre fertigen Sterne kurz in die Mitte des Kreises halten. Gemeinsam kann ein kleiner Satz gesprochen werden, zum Beispiel: „Manchmal braucht man nur ein kleines Licht, um den Weg zu finden.“ Danach darf jedes Kind seinen Stern mitnehmen oder im Fenster der Gruppe aufhängen.
Ich wünsche euch einen Morgenkreis voller leuchtender Momente – und vielleicht entdeckt ihr danach auch draußen am Himmel den einen oder anderen hellen Stern.
Eure Laura