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Jesus segnet die Kinder: ein Morgenkreis mit Geschichte, Spiel und Basteln

Ein Morgenkreis über das Gesegnet-Sein

Kinder stehen draußen mit gefalteten Händen im Kreis

Kennst du das Gefühl, wenn dir jemand ganz liebevoll über den Kopf streicht und sagt: „Du bist genau richtig, so wie du bist“? Genau um dieses warme Gefühl soll es heute im Morgenkreis gehen. Wir hören eine kurze Geschichte, bei der Kinder zu einem besonderen Besucher laufen dürfen, spielen ein Spiel, bei dem wir uns gegenseitig etwas Gutes wünschen, und basteln ein kleines Bild, das jedes Kind mit nach Hause nehmen kann.

Die Geschichte

Vor langer Zeit kam Jesus in ein Dorf, und viele Menschen versammelten sich um ihn. Auch einige Mütter und Väter brachten ihre Kinder mit, denn sie wünschten sich, dass Jesus die Kinder berührt und ihnen etwas Gutes mitgibt. Doch einige Erwachsene aus der großen Menge schauten streng und sagten: „Nicht jetzt, die Kinder stören. Jesus hat Wichtigeres zu tun.“

Die Kinder blieben traurig stehen. Aber Jesus hatte das gehört, drehte sich um und sagte: „Lasst die Kinder zu mir kommen, haltet sie nicht zurück! Kinder sind nicht unwichtig – im Gegenteil, sie zeigen uns, wie man mit offenem Herzen auf die Welt schaut.“ Da durften alle Kinder zu ihm kommen. Er nahm sie einzeln auf den Arm, legte ihnen sanft die Hände auf den Kopf und wünschte jedem von ihnen etwas Gutes für sein Leben. Keines wurde übersehen, keines musste sich vordrängeln – jedes Kind war an der Reihe und durfte spüren: Ich bin wichtig, genau so, wie ich bin.

Das Bewegungsspiel: „Den Segen weitergeben“

Bei diesem Spiel erleben die Kinder genau das, was in der Geschichte passiert: Jedes Kind bekommt etwas Gutes zugesprochen und darf es gleich weitergeben.

  • Aufstellung: Alle Kinder sitzen im Kreis, so wie im Morgenkreis üblich.
  • Start: Die Erzieherin oder der Erzieher legt dem Kind links neben sich sanft die Hand auf den Kopf oder die Schulter und sagt einen kurzen, guten Wunsch, zum Beispiel: „Ich wünsche dir einen schönen Tag“ oder „Du bist stark und mutig.“
  • Weitergeben: Dieses Kind dreht sich nun zu seinem Nachbarn, legt ihm genauso sanft die Hand auf die Schulter und spricht einen eigenen guten Wunsch aus – entweder den gleichen oder einen neuen, selbst erfundenen.
  • Der Kreis schließt sich: So wandert der gute Wunsch einmal rund um den ganzen Kreis, bis jedes Kind ihn bekommen und weitergegeben hat.
  • Dauer: Je nach Gruppengröße dauert eine Runde etwa 5 bis 8 Minuten. Wer mag, kann am Ende noch eine zweite Runde mit einem anderen Wunsch spielen.

Wichtig ist: Die Berührung bleibt immer sanft und freiwillig – wer nicht berührt werden möchte, kann den Wunsch stattdessen einfach laut aussprechen.

Die Bastelarbeit: Handabdruck-Segensbild

Material (für jedes Kind):

  • Ein Bogen festes Tonpapier oder Karton (am besten in einer hellen Farbe)
  • Fingerfarbe oder Wasserfarbe in einer Schale
  • Ein Pinsel zum Einstreichen der Hand (oder die Hand direkt in die Farbe tauchen)
  • Feuchte Tücher zum Abwischen der Hände
  • Bunte Stifte oder Glitzerstifte zum Verzieren
  • Optional: kleine Aufkleber (Sterne, Herzen)

So geht’s, Schritt für Schritt:

  1. Jedes Kind streicht sich (oder lässt sich) eine Hand mit Farbe einpinseln.
  2. Die Hand wird vorsichtig in die Mitte des Tonpapiers gedrückt, sodass ein deutlicher Handabdruck entsteht.
  3. Die Hand sofort mit dem feuchten Tuch abwischen.
  4. Wenn die Farbe getrocknet ist, darf jedes Kind rund um den Handabdruck kleine Sterne, Herzen oder Wellenlinien malen oder aufkleben – als Zeichen für den guten Wunsch, den es bekommen hat.
  5. Auf Wunsch kann die Erzieherin oder der Erzieher noch den guten Wunsch des Kindes mit Bleistift am Rand aufschreiben, zum Beispiel: „Du bist genau richtig, so wie du bist.“

Das fertige Bild darf jedes Kind mit nach Hause nehmen oder eine Weile in der Gruppe aufhängen – als kleine Erinnerung daran, dass es gesehen und gemeint ist.

Der Abschluss

Zum Abschluss des Morgenkreises können sich alle noch einmal an den Händen fassen und gemeinsam leise sagen: „Wir sind alle wichtig, jeder und jede von uns.“ Danach reicht ein kurzer, ruhiger Moment der Stille, bevor der Tag weitergeht.

Ich hoffe, dieser Morgenkreis bringt euch und euren Kindern ein warmes, geborgenes Gefühl – und vielleicht auch den einen oder anderen guten Wunsch, der noch lange nachklingt.

Laura

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