Warum Puppentheater Kindern hilft, Gefühle zu verstehen

Warum Puppentheater Kindern hilft, Gefühle zu verstehen

Ein kleiner Wolf aus Filz, ein Hase mit Knopfaugen – und plötzlich ist die ganze Gruppe still und schaut gebannt zu. Puppentheater hat etwas Magisches. Kinder tauchen sofort in die Geschichte ein. Und dabei passiert viel mehr, als man auf den ersten Blick sieht.

Gefühle bekommen ein Gesicht

Für kleine Kinder sind Gefühle oft schwer zu fassen. Wut, Angst oder Traurigkeit – das sind große, manchmal beängstigende Dinge. Eine Puppe kann das leichter machen. Wenn der kleine Fuchs auf der Bühne traurig ist, weil er seinen Freund verloren hat, verstehen die Kinder das sofort. Die Puppe zeigt das Gefühl, ohne dass jemand es lange erklären muss.

Abstand macht es leichter

Ein schöner Nebeneffekt: Über die Puppe können Kinder auch über eigene, schwierige Themen sprechen, ohne direkt über sich selbst reden zu müssen. „Der Bär hat Angst vor der Dunkelheit“ ist leichter auszusprechen als „Ich habe Angst“. Diese kleine Distanz gibt Kindern Sicherheit und öffnet Türen für Gespräche, die sonst vielleicht gar nicht stattfinden würden.

Wie wir Puppentheater bei uns einsetzen

In unserer Kita gehört das Puppentheater fest zum Alltag. Manchmal erzählen wir damit einfach eine schöne Geschichte, manchmal begleiten die Puppen die Kinder auch durch schwierige Momente – zum Beispiel, wenn ein neues Kind in die Gruppe kommt oder wenn es um Streit und Versöhnung geht. Die Kinder dürfen dabei zuschauen, mitmachen und irgendwann auch selbst zur Puppe greifen.

Was Kinder dabei lernen

Puppentheater schult nicht nur das Verständnis für Gefühle, sondern auch Empathie: Die Kinder fühlen mit der Puppe mit, freuen sich, wenn sie einen Ausweg findet, trösten sie manchmal sogar. Ganz nebenbei üben sie so, wie man mit eigenen und fremden Gefühlen umgeht – eine Fähigkeit, die ihnen ein Leben lang hilft.

Ob große Bühne oder kleine Handpuppe auf dem Teppich – Puppentheater ist für uns ein einfaches, aber wirkungsvolles Werkzeug, um Kindern die Welt der Gefühle näherzubringen.

Dieser Beitrag ist Teil unserer Blog-Reihe, in der wir Einblicke in unseren Alltag, unsere Werte und unsere pädagogische Arbeit teilen.

Laura

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